Zum Nachdenken

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Dieser Bibelvers begleitet mich seit einiger Zeit im Blick auf die anstehenden Hoffnungsabende im Oktober. Er erinnert mich zunächst einmal an meine Schulzeit in der DDR. Hier begann der Schultag stets in der ersten Stunde mit dem Pioniergruß durch den Lehrer: „Für Frieden und Sozialismus seid bereit!“ und darauf die mehr oder weniger enthusiastische Antwort „Immer bereit.“ (je länger die Schullaufbahn ging, kam dann auch schonmal ein „Keine Zeit!“ vor. So kann es gehen mit Imperativen, die die Leute nicht ernst nehmen.


Wie ist das bei mir und bei euch? Sind wir bereit? Immer? Und noch ein Schritt davor: sind wir von einer Hoffnung erfüllt? Immer noch? Und immer wieder?Hoffnung trotz Krisen, Krieg, Krankheit und Stagnation? Hoffnung, die uns wirklich erfüllt und unser Denken,
Fühlen, Reden und Handeln bestimmt? Hoffnung, die mehr ist als nur ein bisschen Optimismus! Eine Grundhaltung, die nicht nur eine kümmerliche Nebenrolle in unserem Leben spielt, sondern die Hauptrolle, das Fundament des Lebens und des Glaubens ist.
Ehrlich (und unter uns gesagt): manchmal ist mir diese Hoffnung ein Stück verloren gegangen. Da habe ich mich runterziehen lassen von den Nachrichten aus der großen weiten Welt, den Entwicklungen in der Kirche und Gemeinschaft oder den Spaltungen in unserer Gesellschaft. „Wie soll das alles nur weitergehen?“, frage ich mich selber manchmal. Gerade in diesen Momenten hilft noch einmal der Blick auf die Jahreslosung und auf das Versprechen Gottes, alles neu zu machen.

Er macht. Alles. Neu.

Von dieser Hoffnung will ich mich immer wieder ganz erfüllen lassen (und dafür anderes
ausräumen). Diese Hoffnung hat einen Namen: Jesus Christus.
Und dann möchte ich bereit werden und bleiben, diese Hoffnung weiterzugeben an Menschen, die das ganz dringend brauchen. Und dann denke ich an die Adonia-Hymne, die auch in Haldensleben schon zu hören war:

„Unser Land braucht neuen Glauben, die Vision der
neuen Welt. Ohne Gott fehlt uns die Hoffnung, die im
Leben wirklich zählt. Unser Land braucht das Ver-
trauen, dass es Gott tatsächlich gibt, dass Er Zeichen
tut und Wunder und dass ER uns Menschen liebt …“

Also: „Für Hoffnung und Christus seid bereit!“
Und ihr antwortet: „Immer bereit.“

Thomas Kamm