Zum Nachdenken

Liebe Gemeinschaft, liebe Freundinnen und Freunde,

hinter mir liegt ein prägendes Abenteuer: Im Mai durfte ich einen Segeltörn vom Ijsselmeer durch die Nordsee bis nach Calais erleben. Es war eine Reise voller Weite, aber auch voller Herausforderungen. Mehr als einmal mussten wir brenzlige Situationen auf dem Wasser meistern. In diesen Momenten der Ungewissheit habe ich viel gebetet und Gottes Bewahrung ganz neu erfahren. Diese Bewahrung sah nicht immer so aus, wie ich mir das vorher vorgestellt hatte. Doch am Ende stand die feste Gewissheit: Gottes Handeln war spürbar da und hat uns sicher in den nächsten Hafen geleitet.

Diese Erfahrung spiegelt sich auch in unseren Monatssprüchen für das kommende Vierteljahr wider. Wenn wir im Juli mit Amos 5,24 beten: 

dann erinnert mich das an die unbändige Kraft des Meeres. Gottes Gerechtigkeit ist ein lebendiger, kraftvoller Strom, der uns antreibt.

Im August schenkt uns Jesus in Johannes 10,10 ein großartiges Versprechen: 

Fülle bedeutet auf See nicht immer nur Sonnenschein. Wahre Fülle bedeutet, auch im Sturm getragen zu sein und die Kostbarkeit des Lebens neu zu begreifen.

Im September lenkt der Monatsspruch aus Prediger 4,6 unseren Blick auf das Wesentliche:

Nach Tagen des Ankämpfens gegen die Wellen wird einem bewusst, wie wertvoll Gottes Ruhe ist, wenn wir die Segel ganz in seinem Vertrauen setzen.

Diese drei Monate im Sommer sind für uns als Gemeinde gleichzeitig eine wichtige Zeit der Vorbereitung und des Atemholens. Denn im Oktober steht ein großes Wagnis vor uns: Unsere Evangelisation mit Lutz Scheuffler unter dem Namen „Hoffnungsabende“. Wir wollen als Gemeinschaft bewusst aufbrechen, um die Menschen aus unserer Stadt zum christlichen Glauben einzuladen. Wir möchten ihnen bei diesen Abenden von genau dieser Hoffnung erzählen, die uns selbst durch jeden Sturm trägt – von Gottes Kraft, seiner Fülle und seiner Ruhe.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen eine gesegnete Sommerzeit!

Reinald Kratzsch