Zum Nachdenken

Ein „alles neu“, kann bei uns Menschen unterschiedliche Gefühle auslösen: Die einen reagieren mit Furcht und Misstrauen, andere mit Hoffnung und Lust auf neue Perspektiven.

Wenn wir einen ehrlichen Blick zurück wagen, dann merken wir, dass wir permanent in einem „alles neu“ leben. Nach 20 Jahren habe ich mich beim Hausumbau wieder in meinen alten Beruf und damit an Leitungsbau und Heizung getraut. In der Zwischenzeit hat es viele Neuerungen auf diesem Gebiet gegeben. Blicke ich noch weiter zurück, bin ich dankbar, nicht mehr wie noch meine Großeltern in ein Herz-Häuschen im Garten zu müssen.

Ein ehrlicher Blick nach vorn verrät, dass es nichts Neues bei uns Menschen geben wird, was unveränderlich Bestand hat.  

Gott allein ist Anfang und Ende. Er sprach: „Es werde Licht. “, in Christus rief er: „Es ist vollbracht“ und in der Jahreslosung wird deutlich, dass er auch das letzte Wort haben wird.

An diesen großen Wendepunkten im Verhältnis Gottes zu seiner Schöpfung und seinen Geschöpfen ist zu erkennen, dass Gott ein Liebhaber des Neuen ist und gleichzeitig das Alte nicht verwirft. Wenn wir die von Gott beschriebenen Wege gehen, bewegen wir uns nicht auf einem Weg zurück in „paradiesische Zustände“, was einen immerwährenden Kreislauf nach sich ziehen würde. Wir lesen in seinem Wort von einem Weg nach vorn in ein neues Jerusalem mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde.

Die Jahreslosung kann uns eine „Hilfe“ sein, die Zeit zwischen dem „schon da“ am Kreuz und dem „noch nicht“ in der Ewigkeit zu gestalten. Wir können Vergangenes abschließen und hinter uns lassen und zuversichtlich auf Neues schauen. In all dem sind wir getragen von Gottes Zusage, uns bei Jesu Wiederkehr mit einem „alles neu“ zu beschenken.

Euer 
Christoph Müller
(Inspektor des Gemeinschaftsverbandes Sachsen-Anhalt e.V.)