Zum Nachdenken Oktober – Dezember 2019

Jahreslosung 2019

„Suche Frieden und jage ihm nach!“ aus Psalm 34,15 ist die Jahreslosung, die uns dieses Jahr begleitet hat. Überall da, wo sich Christen treffen, in den Gebäuden oder Schaukästen oder auf Schriftstücken wie Kalendern oder auf Veranstaltungsplänen wie auch bei uns hier in der Gemeinschaft. Viel wurde drüber geredet, gepredigt, darüber nachgesonnen. Und jetzt, wo das Jahr ganz langsam zu Ende geht, frage ich mich, frage ich dich / Sie: haben wir Frieden gesucht? Haben wir ihn vielleicht sogar gefunden? Wie wichtig ist Frieden für mich / dich / Sie?

Und da denk ich jetzt mal nicht an den großen Weltfrieden, der uns ja denk ich mal allen wichtig ist. So groß will ich gar nicht denken, sondern an den kleinen Frieden in mir / dir / Ihnen? Ich denke dabei an den Frieden in der Familie in der Nachbarschaft, mit den Kollegen auf Arbeit oder dem Chef, Vermieter, Behörden? An den Frieden mit unserem himmlischen Vater. Haben wir den gesucht, ihm nachgejagt? Oder war uns das alles egal? Warum soll ich mich bemühen? Irgendwie geht das schon, ob im Guten oder in Gleichgültigkeit oder sogar im Streit. Warum soll ich mich bemühen, der andere kann doch auch? Ja, warum?

Auf viele Warum-Fragen finden wir selten eine Antwort. Auf einige gar keine. Die hat dann nur GOTT und er wird sie uns in der Ewigkeit beantworten. Aber auf die Frage „Warum soll ich Frieden suchen?“ denke ich gibt es Antworten. Zum Einem ist es ein sehnlicher Wunsch unseres Vaters (und auf die Wünsche des Papas sollte man schon hören), und wer nach seinen Wünschen lebt, auf den hat er ein offenes Auge und ein offenes Ohr für ihre Bitten. Denen hilft er aus Bedrängnis. Er ist allen nahe, die verzweifelt sind und keinen Mut mehr haben, so heißt es weiter in Psalm 34.

Doch seien wir mal ehrlich: es ist nicht immer einfach, nach GOTTes Wort zu leben. Wie oft stoßen wir auf Widerstände oder auch Gegenwehr, erfahren wir keinen Frieden auch wenn wir uns so sehr bemühen? Aber noch viel öfter bekommen wir Positives zurück. Und das ist auch eine Antwort auf das Warum. Es macht uns innerlich ruhiger, ausgeglichener, entspannter und gibt uns inneren Frieden!

Ich möchte euch Mut machen, es einfach weiter auszuprobieren mit dem Frieden zu suchen. Im Kleinem mit einem Lächeln übern Gartenzaun, mit einer Einladung zum Kaffee mit dem verstrittenen Bruder, ein nettes Wort oder Kompliment gegenüber dem Mitarbeiter beim Amt oder da, wo grad Unfrieden in der Luft liegt. Und wenn nicht gleich zurückgelächelt wird, gebt nicht auf! Lächelt beim nächsten Mal wieder oder schenkt ein nettes Wort (denn vielleicht konnte der Bruder gerade nicht Kaffee trinken und wartet auf die nächste Einladung).

Und ja es wird Enttäuschungen und Unmut zwischen uns Menschen geben. Sucht trotzdem weiter nach Frieden und notfalls jagt ihm auch nach. Das Jahr ist noch lang und wir dürfen diese Losung auch mit in die folgenden Jahre nehmen denn es ist der Wunsch unseres GOTTes nicht nur in diesem Jahr, sondern für unser ganzes Leben!

Eure Anett Ranwig