Zum Nachdenken

Caldera bei Nacht, Santorin, Griechenland

Warum mein Lebensweg bei Gott in sicherer Hand ist.

Seit einem Jahr arbeite ich in der LKG als Sozialarbeiterin. Ein für mich völlig neuer Weg, den ich da gegangen bin. Ein Weg mit vielen Fragen und Unsicherheiten. Komme ich sicher ans Ziel? Wie wird der Weg sein? Schaffe ich das überhaupt? Dazu noch die Ausbildung? Was ist in drei Jahren wenn mein Arbeitsvertrag ausläuft?

In meinem Beruf vorher gaben mir klare Richtlinien eine gewisse Sicherheit. Bei Unsicherheiten gab es immer jemand, der sich auskannte und den ich fragen konnte. Für Fehler oder Unfälle war ich versichert. Auf meinen Fahrten durch unbekannte Gebiete führte mich mein Navi.

Während ich darüber nachdenke, welch eine Erleichterung ein gutes Navigationsgerät ist, fällt mir auf, dass GOTT und sein Wort in meinem Leben diese wichtige Aufgabe übernehmen will. ER will mich leiten wie ein Navi. Wenn ich darauf höre, was GOTT mir sagt, führt ER mich sicher ans Ziel.

Doch nicht immer fällt es mir leicht, GOTTes Weisungen zu vertrauen. Ich erlebe, dass GOTT mich manchmal eher holprige Landstraßen entlangführt. Dann starre ich verzweifelt auf das Navi meines Lebens und frage mich: Ist wirklich das richtige Ziel eingespeichert oder fahre ich hier gerade einen riesigen Umweg? Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass plötzlich das Signal zu GOTT abbricht und ich auf mich allein gestellt bin. Ich stehe vor einer Kreuzung und weiß nicht mehr: Muss ich nun rechts oder links abbiegen?

In solchen Situationen bin ich versucht, mein Navi GOTT auszuschalten und selbst einen besseren Weg zu suchen. Einige Male in meinem Leben habe ich das auch tatsächlich so gemacht – und bin dadurch erst recht riesige Umwege gefahren. Seitdem bemühe ich mich, GOTTes Wegen zu folgen und werde regelmäßig positiv überrascht. Das beste Beispiel dafür ist dieser neue Weg, den ich im letzten Jahr begonnen habe. Was für ein Geschenk Gottes! Ich bin dankbar dafür und will GOTT weiter vertrauen, dass ER mich leiten und sicher ans Ziel führen wird. Und ich bin gespannt, auf welche Wege ER mich noch schicken wird.

Die Bibel enthält viele Beispiele, wie GOTT Lebenswege zu einem guten Ende lenkt. Da ist Abraham, dem GOTT sagt: „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.“ (1. Mose 12,1). Eine herausfordernde Anweisung, aber die Geschichte Abrahams zeigt: Es hat sich für ihn gelohnt, GOTT zu vertrauen.

Abrahams Geschichte ist kein Einzelfall. GOTTes Weg zu gehen lohnt sich auch für jeden von uns – immer. Auch und gerade wenn der Weg voller Schlaglöcher ist. Deswegen möchte ich in Zukunft nicht mehr verzweifelt mein „Lebensnavi“ anstarren und Angst haben, wenn GOTT mich durch unbekanntes Terrain führt. Vielmehr möchte ich freimütig und hoffnungsvoll bekennen, was der Psalmbeter in Psalm 119,105 schreibt:
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“

Eure Anett Ranwig