Zum Nachdenken

Bibelwort 1. Thessalonicher 5,18 - YouTube

Während ich diese Zeilen schreibe, wird die Corona Krise 1 Jahr alt. Wenn eins unserer Enkel ersten Geburtstag hat, wird das gebührend gefeiert.  In diesem Fall ist mir danach aber nu wirklich nicht zumute. Ganz im Gegenteil, ich hab eher den Corona-Blues.

Nachrichten schau ich schon nur noch ungern, in Gesprächen mit Freunden oder Kollegen dreht sich früher oder später alles um die leidige Pandemie und irgendwann kommt dann auch so sinngemäß die Aussage: Wir können gar nicht genug klagen.

Gestern war Allianz Gottesdienst und Thomas Käßner hat über den Satz von Paulus „Seid dankbar in allen Dingen“ gepredigt. Er hat dabei besonders das „in allen Dingen“ herausgestellt. Also nicht: über oder für alle Dinge dankbar sein (müssen), sondern IN allen Dingen oder Situationen dankbar sein als Grundhaltung.

GOTT beschenkt uns an jedem Tag, auch in der Pandemie. An jedem Tag gilt, dass ich mit allem was ich bin und habe, mit aller Freude und mit allem Schmerz, zu GOTT kommen darf, weil Jesus am Karfreitag für mich/für Dich/für Sie ans Kreuz gegangen ist. Und auch mitten in der Pandemie gibt es die kleinen Lichtblicke und Freuden. Mal ganz abgesehen davon, dass ich es warm habe und mehr zu Essen, als ich brauche (und gut für mich ist).

Dankbar zu sein ist für Christen offenbar ein Gebot, das Gott nicht ohne Grund erlassen hat, weil er will, dass Menschen seine Liebe in der Person Jesu Christi erkennen. Jesus – das größte Geschenk, weil wir in ihm Gott selbst begegnen.

Was können wir tun, um darauf angemessen zu reagieren?

Wir können kleine Gesten an unsere Umwelt senden. Kleine Gesten der Dankbarkeit und Wertschätzung. Kleine Gesten ermuntern und ermutigen.

Corona wird dadurch nicht verschwinden, aber es wird sicher erträglicher. Also, versuchen wir es gemeinsam:

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

1.Thessalonicher 5,18

Reinald Kratzsch