Zum Nachdenken September-Oktober 2017

„Manchmal wünsche ich mir, ich könnte zaubern“

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Ich weiß nicht, wie es Ihnen so geht, aber mir selber geht es manchmal so, dass ich mir wünschte, ich könnte z.B. mit einem einzigen Fingerschnips Dinge bewegen, Situationen ändern oder mich woanders hinbeamen.

Als Kinder haben wir jede Menge Märchen gehört, gelesen, geschaut. Märchen mit Feen, großen Zauberern, Geistern, die in Flaschen leben, Zauberringen und vieles mehr. Märchen  in denen Wünsche erfüllt wurden, Wunder geschahen, das Gute über das Böse siegte, und die fast immer gut ausgingen. Und es ist nur verständlich, dass auch wir uns in so eine heile Welt wünschen. Und wenn etwas mal nicht so läuft, könnte ja die gute Fee auch mal zu uns kommen und es gerade rücken.

Aber wär das wirklich so toll??????

Das Leben wär doch langweilig, wenn immer alles nach unserer Wünschen passieren würde oder das Leben wär das reinste Chaos, denn jeder hat andere Wünsche.

Gott hat uns das Leben geschenkt mit all seinen Höhen und Tiefen, seinen Stolpersteinen und geraden Wegen. Er hat uns Hände gegeben, mit denen wir etwas bewegen können und den Verstand, um unsere Hände richtig einzusetzen. Wir brauchen nicht selber zaubern zu können, denn Gott schenkt uns jeden Tag aufs Neue seinen Zauber, seine Wunder. Es ist nicht immer das, was wir uns vorstellen, aber es ist gut für uns.

Meine beiden Großen sind ja schon raus aus der Schule und in der letzten Woche ihres Schulalltages gab es eine Chaoswoche mit verschiedenen Themen. Ein Thema war Helden der Kindheit. Und meine Heldin war und ist immer noch Mary Poppins. Ich weiß nicht, wer von Ihnen die Geschichte kennt?  Mary Poppins ist ein Kindermädchen, mit supertollen Fähigkeiten.  Da ist das Kinderzimmer mit einem Fingerschnips aufgeräumt. Oh ja, ein Traum jeder Hausfrau und Mutter. Aber wenn ich so am Aufräumen bin, da fällt mir so das Eine oder Andere in die Hand, bei dem ich einen Moment verweile und mich den Erinnerungen hingebe. Sei es ein Bild oder etwas Gebasteltes der Kinder. Und das ist richtig schön. Das streichelt meine Seele. Und nach getaner Arbeit bin ich auch stolz auf das, was meine Hände so geleistet haben. Auch ein gutes Gefühl.

Mary Poppins konnte sich auch mit einem Fingerschnips in eine andere Welt bringen, in eine Fantasiewelt. Aber was wollen wir da? Das Leben hier hat so viel Schönes zu bieten, wir müssen es nur annehmen. Mit einem Löffelchen Medizin heilte sie alle Krankheiten. Das wär echt super, wenn das so gehen würde. Aber so ist das Leben nun mal nicht. Oftmals fühlen wir uns hilflos und schwach und wir sehnen uns nach Dingen, die uns daraus helfen. Und Gott antwortet uns darauf (2. Korinther 12, 6)

„Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

Wir brauchen keine Zauberei, um Gutes zu tun, um Großes zu bewegen. Wir brauchen nur Vertrauen. Vertrauen auf Gott und darauf, dass er weiß, was wir brauchen.

Ich wünsche Ihnen/Dir und mir, dass wir mehr Gottvertrauen haben und wir alle Kinder Gottes sind, die wissen: Der, dem ich meine Freude und meine Not anvertraue, der kennt mich und liebt mich wie ich bin.

(Markus 9, 23) Jesus spricht: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“

Mit „zauberhaften“ Grüßen

Anett Ranwig

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