Zum Nachdenken März-April 2018

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Wie erleichternd ist es doch, wenn man eine sehr anstrengende Aufgabe endlich geschafft hat und dies auch so sagen kann: „Fertig“. Nun kann etwas Neues kommen oder ich kann mich etwas zurücklehnen und entspannen, bevor es wieder losgeht. Bis Ostern hat sicher der Eine oder Andere noch einiges zu tun. Da ist die Wäsche zu waschen, das Haus von oben bis unten zu putzen, die Stühle und Bänke wieder aus dem Schuppen herauszuholen und die Beete in Ordnung zu bringen.

Und dann ist man fertig und das Fest kann kommen.

„Ich bin fertig.” Dieser Ausspruch wird für verschiedene Aussagen verwendet. Es kann Erleichterung ausdrücken über die geschaffte Arbeit oder auch das Gegenteil ausdrücken. „Die Arbeit macht mich fertig.” Genau so kann es auch über das Miteinander von Menschen etwas aussagen. „Mit dem bin ich fertig.“

„Mit dem sind wir fertig” haben sich wohl auch die geistlichen Führer gedacht, als sie Jesus ans Kreuz geschlagen hatten. Jesus hat sich für uns fertig machen lassen. Er hat alles auf sich genommen, was uns vor Gott fertig macht: Schuld, Neid, Geiz, Machtbesessenheit und noch vieles mehr.
Über all dem steht nun Jesu vergebende Liebe und sein: „Es ist für dich vollbracht! Mit der Schuld bist du fertig!“
Wir tappen täglich in unsere ganz persönlichen „Lieblingsfertigmacher”, die sich in unserem Kopf eingenistet haben. Da ist z.B. die Sorge um das Auskommen, das Fortbestehen der Gemeinde, gut genug zu sein, genug für Andere getan zu haben… Diese zu überwinden ist eine schwere Aufgabe, der wir jeden Tag neu gegenüber stehen. Ein Kampf in unseren Kopf. Der andere „Lieblingsfertigmacher” ist jener, ob es reicht, was wir Gott vorzuweisen haben und wie viel Schuld am Ende zusammen gekommen ist und ob es nicht zu viel ist. Reicht es oder macht mich die Schuldenlast fertig. Was Jesus getan hat, reicht aus. Was wir getan haben, muss uns nicht fertig machen. Wir dürfen uns in der Gewissheit üben, dass Jesu Leiden am Kreuz die Sünde fertig gemacht hat. Damit sind wir vor Gott fertig, bereit für ihn. Wir dürfen Jesu „Vollbracht” anwenden, indem wir ihn vertrauen.

Michael Schwalbe

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