Nähprojekt

Zusammenhalt zeigen gegen das Virus

Es ist ruhig geworden in unseren Gemeinschaftsräumen in Haldensleben. Die Corona-Pandemie hat alles lahm gelegt. Keine Gottesdienste, keine Bibel-, Jugend- oder Teenkreise finden statt und auch unsere Besucher des Cafe International können zur Zeit nicht zu uns kommen.

Doch seit einigen Tagen gibt es ein geschäftiges Treiben bei uns. Da surren Nähmaschinen, das Bügeleisen dampft und Scheren ratschen.  Um unsere Geschwister in Zeiten von Covid 19 zu unterstützen, nähen wir Behelfsmasken. Sie besitzen keine Filter. Trotzdem können sie eine Hilfe sein gerade jetzt wo eine Maskenpflicht eingeführt wurde, – und sie werden kostenlos verteilt.

Um die Produktion anzukurbeln haben wir zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Willkommenskultur im Landkreis Börde dieses Projekt ins Leben gerufen. Das lag nahe da wir auch vorher schon eng im Bezug auf unser Cafe International mit der AG zusammen gearbeitet haben. Dabei handelt es sich um eine ehrenamtliche Initiative, die sich vor allem für Menschen stark macht, die aus anderen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind. Finanzielle Unterstützung bekamen wir von der LAGFA über einen Engagementfonds. Von den bereitgestellten Geldern haben wir Nähmaschinen, Stoffe und Zubehör besorgt. Und so konnte das Projekt starten. Wenn wir die Masken eigentlich kostenlos verteilen so bekommen wir oft im Gegenzug materielle Spenden wie Baumwollstoffe, so das wir Material haben um weiter zu machen. Donnerstag brachte uns eine Frau Waffeln vorbei um uns so zu stärken und ihre Dankbarkeit zu zeigen.

Am Anfang nähte ich mit meiner Tochter zusammen. Mittlerweile bekommen wir Unterstützung beim Nähen von Menschen mit Migrationshintergrund. Dadurch das wir die Behelfsmasken auch an unsere Besucher des Cafe International und ihre Familien verteilt haben wollten sie sich mit einbringen. Und wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Dankbar sind wir vor allem auch über die Gelegenheit Gemeinschaft zu haben wenn auch nur im ganz Kleinem und mit den nötigen Sicherheitsvorschriften und so Gutes zu tun wie die Bibel im Galater 6,10 sagt „Lasst uns Gutes tun“ oder im Hebräer 13: „Und vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen.“

Der Kreis in dem wir die Behelfsmasken verteilen wird immer größer und das ist gut so. Eine Möglichkeit auf die Güte GOTTes aufmerksam zu machen. In der kommenden Woche wollen wir Masken in eine Einrichtung für betreutes Wohnen bringen in der ein langjähriges Mitglied unserer Gemeinschaft lebt. Wenn viele der Bewohner und auch die Leitung  dort keine Christen sind durften wir in der Vergangenheit schon des Öfteren die Bewohner mit kleinen Gottesdiensten und mit Liedern, GOTTes Liebe näher bringen.

Und auch nach Covid 19 wollen wir weiter machen mit unserem Nähprojekt. Wir wollen Nähkurse für Frauen mit Migrationshintergrund anbieten. Aber auch kleine Aushilfsnäharbeiten sollen angeboten werden um Menschen mit denen wir unterwegs sind, zu unterstützen.

Auch das wieder eine Möglichkeit Beziehungen zu bauen und auch zu pflegen die uns durch Erprobungsräume der EKM geschenkt wurde.

                                                                                   Anett Ranwig , LKG Ohreland